Werl 03.06.2019 Deutsche Meisterschaft im Mixed Fastpitch Softball

Die Werler Wölfe fuhren mit eher gedämpften Erwartungen nach Magdeburg, in die Hauptstadt Sachsen-Anhalts, zur Champions League im Mixed Fastpitch Softball, da beide Gegner der Vorrunde Hochkaräter sind.

Im ersten Gruppenspiel trafen die Werler auf den Vorjahressieger Köln Travellers, die später um Finale gegen die Aachen Aixplosives erneut den Titel gewannen.

Die Coaches Chris Moe und Dennis Zimolong nahmen dieses Spiel eher als Trainingsspiel, um dann im zweiten Spiel die Karlsruhe Cougars bezwingen zu können. Aber auch hier sah man den Wölfen bereits eine sehr hohe Motivation an, die sich in einem doch knappen 0 zu 7 nach 60 Spielminuten zeigte.

Das zweite Gruppenspiel gegen die Cougars war ein Wechselbad der Gefühle. So führten die Cougars nach Ablauf der regulären Spielzeit bereits mit 3 zu 1. Die Wölfe durften jedoch noch nachschlagen. Dabei gelang ihnen der Ausgleich zum 3 zu 3 und es musste in die Verlängerung gehen. Hier konnten die Schlüsselträger durch ein sehr konzentriertes Spiel knapp mit einem Punkt Unterschied und 4:3 gewinnen.

Durch diesen Sieg war klar, dass Werl bereits unter den letzten 8 der Meisterschaft stand, was bei der spielerischen Dichte, die mittlerweile im Softball herrscht, einer Sensation gleich kam. Dementsprechend freuten sich die Wölfe mit ihren Fans, die nicht nur aus mitgereisten Werlern, sondern auch aus den Reihen der Gastgeber kamen, denn in den Reihen der Wölfe spielten auch zwei Damen aus Magdeburg.

Der Spielmodus sah vor, aus den bestehenden vier Gruppen nun drei Gruppen a vier Teams zu bilden. Hier trafen die Wölfe zusätzlich auf die Berlin Hangarounds und die Erlangen White Sox.

Auch das Spiel gegen Erlangen zeugte von der hohen Moral der Werler Wölfe die einen hohen Rückstand bis auf einen Punkt zum 7:8 egalisieren konnten und nur durch geschicktes Zeitspiel der Gegner um eine mögliche Verlängerung und damit um eine Platzierung unter den ersten vier Mannschaften gebracht wurden.

Dies tat der Moral der Wölfe jedoch keinen Abbruch. So mussten sie am späten Abend noch einmal gegen die Berlin Hangarounds antreten. Dennis Zimolong zeigte nach insgesamt mehr als 4 Stunden durchgängiger Spielzeit als Pitcher im zweiten Inning, dass sein Wurfarm müde wurde und er ließ etliche Gegenpunkte zu. Sein Team jedoch konnte ihn wieder aufbauen und sukzessive den Rückstand abknabbern. Auch dieses Spiel musste in die Verlängerung gehen, in der die Berliner einige legale aber unschöne taktische Tricks nornahmen, um den starken Schlägern der Werler auszuweichen, die alle einen möglichen Homerun und damit den Sieg der Werler hätten erschlagen können. Die Taktik der Berliner ging jedoch nicht auf und durch einen sehenswerten Homerun von Matthias Struwe gelang den Werlern schlussendlich der Sieg mit 12:9.

Am Sonntag ging es in der brütenden Mittagshitze Uhr zuerst gegen die Münchner Marvel's, gegen die die Wölfe noch nie gespielt hatten und sie somit nicht einschätzen könnten. In diesem Qualifikationsspiel um Platz 5/6 bzw. 7/8 war Zimolong erneut sehr gut aufgelegt und ließ im gesamten Spiel nur einen einzigen Punkt zu währenddessen die Wölfe sechs Punkten erkämpfen konnten.

Damit ging es im allerletzten Spiel um Platz 5 oder 6. Hier konnte man leider entscheidende Aus - zum Teil Umpire-bedingt - nicht machen und verlor mit 7:4.

Dieser 6.Rang ist die zweitbeste Platzierung der Wölfe bei einer DM, wobei die Qualität des Sports immer höher wird.

Erwähnenswertes am Rande: die Wölfe hatten den zweitkleinsten Kader und das Durchschnittsalter der Werler ist eines der höchsten, wobei sie mit Steven Davis den zweitältesten Spieler stellten, der aber ein grandioses Turnier spielte.

Dennis Zimolong wurde von den Verantwortlichen für sein Durchhaltevermögen als einzig eingesetzter Pitcher der Wölfe gewürdigt.

Insgeheim wird damit gerechnet, dass die Magdeburger das Turnier auch im kommenden Jahr wieder ausrichten werden.

Die Mannschaft aus Werl:

Dennis Zimolong, Chris Moe, Steven Davis, Mike Schmidt, Alina Cremer, Daniel Delisle, Heiko Christoph, Erik Schaikowski, Rene Struwe, Matthias Struwe, Raffi Niemczyk, Roland Torbohm, Jan Preker, Andrea Rochel und Juliane Wilhelm (PoorPics Magdeburg )

Abschlusstabelle:

1. Köln Travellers
2. Aachen Aixplosives
3. Erlangen White Sox
4. Tübingen Hawks
5. Münster Roadrunners
6. Werler Wölfe
7. München Marvels
  Berlin Hangarounds
9. Karlsruhe Cougars
10. Berlin Hallo of Farmers
11. Darmstadt Whippets
12. Mainz Athletics


Viele Grüße Chris

©2019 Werler-Wölfe